Schärenkreuzer BORGI - IGS Marktschwaben 2012

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Schärenkreuzer BORGI

Mitglieder > Günter Grandl > Baubschreibungen

Abmessungen Länge 1,40m
Breite  25 cm
Masthöhe 1,75m
Gewicht 3,2 kg
Restauriert von Günter Grandl
IGS - Marktschwaben

 1. VORBEREITUNG DES RUMPFES

Den Rumpf war in einem erbarmungswürdigen Zustand. Man darf nicht vergessen der Rumpf wurde vor ca. 40 Jahren gebaut und wurde die ganzen Jahre auf dem Speicher gelagert. Der ges. Rumpf wurde von dem Vorbesitzer mit Bauschaum ausgeschäumt. Nach der ersten Probewasserung in meinem Boots Teich hatte ich sofort Wasser im Schiff. Durch die lange Lagerung haben sich die Bordwandleisten zusammen gezogen und freie Spalten entstehen lassen, also blieb mir nur die einzige Möglichkeit den gesamten Rumpf innen mit Epoxy Harz auszustreichen. Aber dafür musste der Rumpf innen von dem Bauschaum befreit werden, mit viel Arbeitsaufwand habe ich nun diesen Schaum und das Deck entfernt, damit ich den kompletten Rumpf innen mit Epoxy Harz ausstreichen konnte.

Beim Vermessen des Rumpfes musste ich feststellen, dass der ges. Rumpf nach vorne und nach hinten um ca. 2cm zu niedrig war. Ich musste nun mit Leisten das ganze ausgleichen. Ich musste nun die Spanten vorne und hinten erhöhen, damit beim neuen Deck wieder eine schöne gerade Auflagefläche vorhanden ist.

2. AUSGLEICHEN DER OBERDECK KANTE

Durch das Erhöhen der Deckoberkante musste ich natürlich auch die Spante um den gleichen Betrag erhöhen um die Deckrundung nicht zu verlieren. Nach dieser unangenehmen Arbeit konnte ich nun ein neues Deck aus 1mm Flugzeug Sperrholz anpassen und mit dem Rumpf verleimen. Für das Verleimen verwende ich zur Fixierung des Decks während der Trocknungsfase ein Tesa Krepp Band. So wie der nun belegte Rumpf im Rohzustand aussieht kann ich mit dem momentanen Zustand sehr zufrieden sein. Das Sperrholz Deck ist eine gute stabile Grundlage für das spätere Verlegen der Mahagoni Leisten.

Bei der ersten Wasserung, habe ich auch festgestellt, dass das Schiff zu tief im Wasser liegt ich musste nun das Blei unbedingt leichter machen Gewicht vorher 5,9 kg ich musste nun das Bleigewicht mit einem 13mm Stahlbohrer anbohren und nach der Gewichtserleichterung  war ich auf  5kg gekommen, die sicher ausreichend sind für diese Schäre.

3. SPACHTELN UND SCHLEIFEN DES RUMPFES

Ich habe den ges. Rumpf auch außen mit Epoxy Harz gestrichen und musste nun den Rumpf mit Polyester Spachtelmasse spachteln und anschließend einige male schleifen um alle Unebenheiten zu entfernen. Nach der für mich unangenehmen Schleiferei habe ich den Rumpf mit Haftgrund vom Baumarkt grundiert. Nach dem Trocknen der Grundierung habe ich den Rumpf nass nochmals geschliffen. Ich hatte nun eine glatte Oberfläche für die weiße Acryl Lackierung.

weiß lackierter Rumpf                                                                                             erste Wasserung  

nach der letzten Schicht weiß musste ich nun die Wasserlinie festlegen um anschließend  das Unterwasserschiff dunkelblau lackieren zu können. Als Abschluss der Wasserlinie habe ich einen Gold Dekorstreifen aufgebracht. Der Rumpf war nun zur Weiterverarbeitung vorbereitet.

4. DECK BELEGEN

Das Deck habe ich zuerst mit dünnem Sperrholz abgedeckt um eine glatte Oberfläche zum Verlegen der Mahagoni Leisten zu bekommen. Die Verlegung der Leisten hat wieder einmal meine Frau übernommen wie bereits bei allen anderen Yachten. Nach dem Verkleben mit Ponal Leim muss ich das ganze Deck mehrmals schleifen damit ich eine glatte Oberfläche zum Lackieren mit Bootslack bekomme.

5. DECKAUFBAU

Den kompletten Aufbau habe ich in einem Stück vorgesehen um später einen besseren Zugang zu der Elektronik zu haben.

Den Aufbau habe ich von einigen Fotos von Schärenkreuzern nachgebaut. Der Aufbau selbst st aus Sperrholz mit Mahagoni Leisten belegt. Die 3 Buhlaugen habe ich ausgefräst und mit Messingbuhlaugen verschlossen. Nach mehrmaligem Schleifen habe ich den Aufbau mit Bootslack lackiert.

DECK NACH LACKIERUNG

6. DAS SEGEL RIGG

Der Mast und die Bäume wurde aus Leisten verleimt und anschließend in ovale Form gebracht. Die Beschläge wie Großbaum Beschlag, Wantenspanner, Top Beschlag habe ich aus Messing gefertigt .



7. BAUERGEBNIS

Ich denke das dargestellte Ergebnis kann sich sehen lassen. Wasserlinie und Lage im Wasser alles passt. Nun werde ich das Schiff erstmals aufrüsten und an unserem Badesee die erste Fahrt durchführen um festzustellen, wie sie sich beim Segeln verhält. Die erste Fahrt verlief toll es war Wind zwischen 3 und 4 und der Segler ging bis zur Oberkante Rumpf in die Kränkung bei etwas mehr Wind luvte er selbständig wieder an und der Segler lief weiter. Ich bin zwar kein Echtsegler nur Modellsegler und habe mir die bisherigen Erfahrungen von meinem Freund und Modellbauer erklären lassen.  Für mich lief die Yacht super und sprach beim leisesten Windhauch an. Diese Schäre ist natürlich für stärkeren Wind ab 4 Windstärken nicht geeignet, da es ein typischer Langkieler ist und durch den höheren Schwerpunkt mehr zum Kränken neigt trotz einem Kielgewicht von 6kg. Ich denke aber das sich die Yacht durch das hohe Kielgewicht immer wieder aufrichten wird, wenn man das automatische Anluven nicht beachtet.


Nun einige Fotos vom ersten Segeln an unserem Badesee.

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